
Open Data
Recap Open Data Day München 2026
Torsten Frenzel vom eGovernment Podcast hat mit Teilnehmenden des Open Data Day München am 21. März 2026 interessante Gespräche geführt, unter anderem über die Zukunft offener Daten in Bayern und die inzwischen abgeschlossene Schmankerl-Challenge. Tim, auch ein ehemaliger Coautor dieses Open-Data-Blogs, hat mit seiner Einreichung, dem Projekt München rewind, sowohl den dritten Platz der Jury als auch die Publikumspreis gewonnen, die anderen 21 Beiträge (in Form von interaktiven Karten und Scrollytelling-Geschichten) können sich hinsichtlich Vielfalt und Kreativität aber auch sehen lassen.
Lokale Verwaltungsentscheidungen als Linked Open Data
Local Decisions as Linked Open Data (LBLOD) ist ein bereits 2015 gestartetes Projekt der Flämische Region (= Flandern) in Belgien, mit dem Ziel, den Datenaustausch zwischen lokaler Verwaltung, Flämischer Regierung und der interessierten Öffentlichkeit qualitativ zu verbessern. Inzwischen bildet ein Netz aus verteilten Anwendungen ein Ökosystem, dass auf Basis einer Linked Open Data Plattform funktioniert, dessen Kern ein domänenspezifisches Datenmodell und Linked-Data-Vokabularien bilden. Es gibt einen SPARQL-Endpunkt, über den man nach Informationen aus Gesprächsprotokollen und Beschlüssen suchen kann. Es ist auch eine Anwendung entstanden, über die man nach lokalen Amtsträgern suchen kann. Um die Erstellung von Plenarprotokollen zu vereinfachen, wurde der Say Editor entwickelt, der dem Protokollant während der Sitzung mit Textvorschlägen und Verlinkung auf bestehende Quellen unterstützt, aber vor allem die erkannten Worte im Protokoll semantisch annotiert und die getroffenen Entscheidungen hervorhebt und schließlich auch als offizielle Mitschrift veröffentlichen kann. Sein Quellcode ist wie bei allen anderen Anwendungen von LBLOD Open Source bei Github einsehbar und wird auch aktiv weiterentwickelt.
Parlamentsdaten
Der Parlamentszusammenfasser versucht analog zum Bundestagszusammenfasser nun auch Deutschlands Landesparlamente transparenter zu machen. In einer Podcastfolge der Parlamentsrevue wird das Projekt vorgestellt. Frontend, Backend und die Scraper für die jeweiligen Landesportale stehen auch Open Source.
Damit man Inhalte nicht aus PDFs rausparsen muss, wären maschinelle Schnittstellen schon eine tolle Sache. In Berlin hat es nun gerade mal 13 Jahre von Empfehlung bis tatsächlicher Umsetzung gedauert. Im zweiten Quartal 2026 soll nun tatsächliche ein Open API Zugriff auf die Inhalte der Parlamentsdokumentation (PARDOK) des Abgeordnetenhauses von Berlin gewähren.
Metadatenportale
Das DCAT-Konzept DataService gibt es schon seit Version 2, leider unterstützen es bisher nur wenige Bundesländer, wie Dr. Jesper Zedlitz festgestellt hat. DataService grenzt sich vom Konzept Distribution ab, bei letzteren werden die Daten als Dateidownload an einem Open-Data-Portal-Eintrag angeboten, DataServices sollen dagegen z.B. Schnittstellen beschreiben, über die Daten abgefragt werden können.
Seit spätestens Juni 2024 müssen eigentlich alle Mitgliedsstaaten der EU sogenannte High Value Datasets (HVD) veröffentlichen, nur eine Filterung nach solchen Datensätze auf GovData zeigt, dass sich seitdem kaum was getan hat, so hat Open-Data-Portal Schleswig-Holstein immer noch nur 19 solcher Datensätze, obwohl die Durchführungsliste eine lange Liste von Themen zur Veröffentlichung vorsieht. Die mangelnde Umsetzung liegt möglicherweise auch an unklarer Verantwortlichkeit und fehlender Kontrolle und Konsequenzen (angeblich drohen Strafzahlungen, aber bisher ist kein Fall bekannt, wo dies tatsächlich auch durchgesetzt wurde).
Visualisierung
Um sich besser nachvollziehen zu könne, wie sich die detaillierte Inflationsdaten, die inzwischen auch für März 2026 vorliegen, über die Jahre entwickelt habe, hat Wahlatlas einige ausgewählte Positionen des Verbraucherpreisindex für Deutschland rund um Mobilität und Heizen mit ggplot2 visualisiert, der Code für Abruf und Darstellung der Daten ist OpenSource. Alternativ kann man sich eine individuelle Auswertung über die Daten Genesis Tabelle im Web zusammenklicken.
Mit den gleichen Tools wurde von ihm auch die Entwicklung der Sendezeit von Musik- und Wortsendungen aufgeschlüsselt nach Öffentlich-rechtlicher Rundfunksendeanstalt und Zeit grafisch aufbereitet.
Open Data in den USA auf dem absteigenden Ast
Der Bericht “The Integrity of Public Access to Federal Data: Evaluating Disruptions to Open Government Data, 2025-2026.” zeigt Ausmaß und Methoden, wie in den USA allein von 2025 bis Anfang 2026 die Integrität von öffentlichen Behörden bereitgestellte Daten (Open Government Data) immer mehr in Mitleidenschaft gezogen wird.
Open Source
Das vom deutschen Unternehmen Star Division seit 1998 veröffentlichte Star Office (als billigere Alternative zu Microsoft Office, seit 1984 gab es bereits StarWriter als Word-Ersatz) wurde ein Jahr später von Sun Microsystems aufgekauft und unter dem Namen OpenOffice.org Open Source gestellt. StarOffice existierte aber als kommerzielle Variante mit proprietären Komponenten weiter und profitierte gleichzeitig von den Kontributionen Freiwilliger bei den Open-Source-Anteilen. Nachdem Sun Microsystems Anfang 2010 von der Oracle Corporation aufgekauft wurde, verließen zahlreiche Entwickler die Firma aus Unzufriedenheit mit der Lizenz- und Personalpolitik des neuen Eigentümers und gründeten im Herbst des gleichen Jahres die The Document Foundation und spalteten sich mit LibreOffice von OpenOffice ab. Drei Jahre später übernahm die englische Firma Collabora das LibreOffice-Entwicklerteam von SUSE und vertreibt mit Collabora Office und Collabora Online selbst gebrandete Versionen von LibreOffice. Seit spätestens 2020 kriselt es allerdings in der Zusammenarbeit von Stiftung und Firma, was Fragen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit (z.B. wo kommen die Einnahmen her, um die Entwickler zu bezahlen) als auch Vorgaben des deutschen Rechts, um als Stiftung weiterhin als gemeinnützig zu gelten, angeht (z.B. darf keine Werbung für ein kommerzielles Produkt machen). Im April ist der Streit nun eskaliert und 30 Collabora-Entwickler sind erstmal aus dem Entscheidungsgremien der Stiftung ausgeschlossen worden, weil vermutet wird, dass sie eher im Interesse ihrer Firma als im Sinne der Community abstimmen. In einem Blog-Beitrag im Linux Guide Community Forum wurde der Streit hauptsächlich aus Sicht von Collabora dokumentiert, um dieser Einseitigkeit entgegenzuwirken, gibt es nun auch eine Variante, bei der ein Vertreter der Stiftung die einzelnen Absätzen kommentieren durfte, als auch abschließend nochmal der CEO von Collabora Productivity eine Stellungnahme zur Stellungnahme ablegen konnte. Im Kern geht es um die alte Frage, wer trägt, wie viel bei, wer stellt, wie viele Entwickler (die Stiftung hat erst in letzter Zeit begonnen, mehr Entwickler einzustellen), und hat die Gruppe, die die meisten Entwickler / Beiträge an der Software leistet, damit auch das höhere Stimmrecht? Und schließlich auch das grundlegende Problem, dass Open Source Software Entwicklung auch Geld kostet, die eben refinanziert werden muss, durch Spenden, aber eben auch durch Zusatzdienste (= kommerzielle Variante) oder andere Geschäftsmodelle.
Der Konflikt zeigt auch, wie wichtig gerade bei Open-Source-Entwicklung der Prozess beim gemeinsamen (Weiter-)Entwickeln ist, denn “no commons without community”. Regelmäßige Feedback-Schleifen helfen, zu prüfen, ob man noch gleichen Ziele verfolgt oder das Verständnis, wie diese Ziele denn zu erreichen sind, noch übereinstimmen. Oder auch, ob sich inzwischen Ungleichgewichte bei Entscheidungsmacht und Aufgabenlast gebildet haben, die man ggf. auflösen muss. Alma und Max vom Projekt Collectives berichten, wie sie diesen Prozess bei sich ausgestalten, um sich untereinander aber auch mit ihren Stakeholdern und Zielgruppen zu organisieren. Passenderweise soll ihr Tool gerade selbstorganisierte politische Gruppen und Communities in ihrer Kommunikation, Wissensaufbau und -teilen und generell Zusammenarbeit unterstützen.
Eine Petition fordert, Open-Source-Arbeit steuer- und förderrechtlich als Ehrenamt in Deutschland anzuerkennen, gleichrangig zu Vereinsarbeit, Jugendarbeit oder Mitwirken beim Technisches Hilfswerk (THW). Neben gesellschaftlicher Anerkennung, würden durch diese Gleichstellung einzelne Menschen oder auch Vereine, die sich in Open-Source-Projekten engagieren, dann davon profitieren, dass sie auch Spendenbescheinigungen ausstellen können (und Spender damit ihre Spenden von der Steuer absetzen). Einzelpersonen können 840 Euro Ehrenamtspauschale pro Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei bekommen. Für gemeinnützige Organisationen bräuchten sowohl Körperschaft- als auch Gewerbesteuer auf deren ideellen Tätigkeiten, Zweckbetriebe und die Vermögensverwaltung nicht mehr zahlen. Auch die Haftungsbegrenzung für die Vorstände nach §31a BGB würde für rechtliche Sicherheit sorgen, gerade beim Betrieb von Software.
Auf der Plattform code.europa.eu kann man die Open-Source-Entwicklungsprojekte der EU-Kommission entdecken, darunter auch Software, mit den Unternehmen die gleichen Audits wie die EU-Datenschutzbeauftragten durchführen können, um z.B. zu prüfen, ob ihre Software den DSGVO-Vorgaben genügt.
Digitale Souveränität
Datenkabelsalat
Vom 10. bis 12. April trafen sich 750 Aktivist:innen, Gewerkschafter:innen, Forscher:innen und Künstler:innen auf der Konferenz “Cables of Resistance” in Berlin, um darüber zu diskutieren, wie man sich gegen Big Tech zur Wehr setzen kann. Seien es Lieferketten, an deren Anfang Rohstoffausbeutung unter prekären Arbeitsbedingungen und lokale Umweltfolgen stehen, enormer Strom- und Wasserverbrauch durch neue Rechenzentren, Digitale Gewalt oder KI, die eingesetzt vom Militär, auch zu physischer Gewalt führt, ohne lauten Protest und Widerstand wird sich nichts ändern. Um diesen besser zu organisieren, dazu diente die Vernetzung und der Austasuch darüber, welche Strategien und Ansätze von Initiativen auch aus anderen Ländern am besten funktioniert haben. Da Kommunen über Bebauungspläne entscheiden, kann frühzeitiger Protest die Ansiedelung von Rechenzentren verhindern. Neben der radikale Verweigerung gegenüber der bestehenden Plattform, wurde auch aufgezeigt, wie digitale Infrastruktur auch demokratisch organisiert werden könnte, zur Not auch mit Vergesellschaftung von Monopolisten.
Wie man mit Mesh-Netzwerke auch ohne Internet und 5G kommunizieren kann (weil man z.B. in Iran lebt und die Regierung die digitale Telekommunikation blockiert oder man Überwachung fürchten muss), zeigt diese arte-Dokumentation an Hand einiger Projekte.
USA
Die EU-Kommission hatte einst immer wieder betont, dass die Digitalgesetze nicht verwässert werden dürfen und somit ein Mitspracherecht der USA ausgeschlossen sei, doch unter Eindruck von angedrohten Zöllen, soll es nun ein neues Gremium als Dialogplattform geben, die “Missverständnis ausräumen” und die Zusammenarbeit zwischen den USA und den EU fördern soll.
Der US-Kongress plant ein Gesetz, dass alle Betriebssysteme verpflichten würde, Alterskontrollen einzuführen.
Da dem Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (BdA) Treptow e. V. im Januar zum 31. März das Vereinskonto bei der Postbank gekündigt wurde, wollte dieser sein Konto zur Berliner Sparkasse umziehen. 5 Wochen nach Beantragung wurde diese am 17. April dann ohne Begründung verweigert. Erst durch Protest wurde am 23. April dann doch noch die Zusage für die Kontoeröffnung erteilt. Nicht der einzige Verband, den es traf, auch in Leipzig hatte mal Probleme, ein Konto bei der Skatbank zu eröffnen und kam schließlich bei der Sparkasse Leipzig unter. Es steht der Verdacht im Raum, dass die Banken aus vorauseilenden Gehorsam, alle Gruppen, die “Antifa” im Namen führen, erstmal abzulehnen, aus Angst, aus dem internationalen Finanzsystem Swift ausgeschlossen zu werden, nachdem die USA Ende letzten Jahres die “Antifa” als terroristische Gruppe eingestuft hat.
EU
Die EU-Kommission legt in einem Bericht offen, wie sich der Digital Markets Act (DMA) in der Praxis bislang bewährt hat. Trotz vieler kleiner Verbesserungen, lässt die Durchsetzung des DMA noch zu wünschen übrig, vor allem wenn sich die großen Playern dann doch nicht an bestimmten Vorgaben halten, aber keine Sanktionen und Strafen fürchten müssen (auch mit Rückendeckung der EU und Nationalstaaten aus vermeintlich diplomatischer Rücksicht gegenüber den USA).
Für Michiel Leenaars von der NLnet Foundation müssten aber Akteure zur Interoperabilität gezwungen werden und unwillige konsequent von der Marktteilnahme ausgeschlossen werden. Digitale Souveränität definiert sich dabei nicht über die die Herkunft einer Technologie, sondern über den Umstand, ob man ihr Regeln auflegen und ggf. durch einen Mitbewerber ersetzen kann.
Wie schwer das manchen noch fällt, sieht man am Europäischer Bezahldienst Wero, der noch Amazon-Server nutzt.
Plattformen
Mike Kuketz ruft uns in seiner UnplugBigTech-Reihe ins Bewusstsein, dass man mit der Wahl seines E-Mail-Konten-Anbieters diesem seine Beziehungs- und Verhaltensmuster offenbart, denn schon allein aus den Metadaten wird ersichtlich, mit wem man wie häufig, wann und von wo schreibt. Und auch die E-Mail-Inhalte sind zwar bei der Übertragung verschlüsselt, Firmen wie Google, Microsoft und Yahoo haben die Schlüssel, mit denen sie technisch gesehen, die E-Mails jederzeit entschlüsseln können, nach Schlüsselwörtern scannen und Input für anzuzeigende Werbung finden (PGP-Email-Ver- und Entschlüsselung im Client hat sich leider nicht in der Breite durchgesetzt). Und das ganze betrifft nicht einen selbst, sondern auch die (Meta-)Daten seiner Kommunikationspartner, die in der Inbox landen, obwohl diese bei einem anderen E-Mail-Provider sind. Von daher dann doch die paar Euro investieren und einen Anbieter wählen, der ohne Werbung auskommt.
Bending Spoon ist bekannt dafür im großen Stil digitale Dienste wie AOL, WeTransfer, Evernote oder Vimeo aufzukaufen und dann durch Kosteneinsparung vor allem beim Personal und Qualität und Anheben von Nutzungsgebühren auf Marge zu trimmen. Nachdem das italienische Unternehmen mit Meetup bereits Anfang 2024 eine verbreitete Veranstaltungsplattform sich einverleibt, im März diesen Jahres wurde nun auch die Übernahme von Eventbrite, einer Plattform mit ähnlicher Funktion, abgeschlossen. Auch dort wird nun ein Großteil der Mitarbeitenden entlassen. Vielleicht also ein guter Zeitpunkt auf Mobilizon als dezentrale und föderierte Alternative aus dem Fediverse zu wechseln, die auch das ActivityPub-Protokoll unterstützt. Einige Instanzen gibt es auch schon, so dass man nicht zwingend selber eine hosten muss. Die Sichtbarkeit wie auf einer großen bekannten Plattform wie Meetup wird man dort erstmal nicht haben.
Verwaltungsdigitalisierung
Obwohl vom Digitalministerium anfangs dazu aufgerufen, sich beim Deutschland-Stack einzubringen, wurden in den beiden Konsultationsphasen im November/Oktober und Januar/Februar die Zivilgesellschaft nicht eingeladen. Die Workshops fanden in geschlossener Gesellschaft mit Start-ups, Wissenschaft, IT- und Digitalwirtschaft statt, ohne dass im Nachgang Ergebnisse veröffentlicht wurden. Ende März fand schließlich doch ein Workshop mit dem Bündnis F5 statt, allerdings zum Thema “KI in der Verwaltung”. Dass die Zivilgesellschaft Fragen stellt, die sonst untergehen, erscheint scheinbar den anderen Interessensgruppen lästig, denn vor lauter “ins Machen kommen” ganz im Geiste des ehemaligen FDP-Wahlkampf-Slogans “Digital first, Bedenken second”, stört es ja nur, wenn die Unsinnigkeit mancher Projekte (für die aber viel Steuergeld in die Kassen der beauftragten Firmen fließt) offen gelegt würde. Ob die geplante Deutschland-App, deren Prototyp von den Großkonzernen SAP und Deutsche Telekom entwickelt werden soll, ein gutes Kosten-Nutzer-Verhältnis haben wird, bleibt abzuwarten (es gibt schon IFG-Anfragen, die herausfinden wollen, wie die Vergabeentscheidung getroffen wurde). Der Digitalisierungsminister jedenfalls fordert, nicht “sofort jedes neue Projekt schlechtzureden”. Mehr Glasfaserleitungen und Funklöcher stopfen als seine Ziele sind definitiv sinnvoll, mehr Leuchtturmprojekte und Luftschlösser braucht es dagegen nicht, echte Digitalisierung ist Handwerk, das ohne große Wow-Effekte auskommen kann, bei dem ingenieurmäßig sauber gearbeitet und trotzdem zügig Sachen vorangebracht werden.
Mit dem Projekt Spark hat das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) eine Reihe von KI-Modulen Open Source veröffentlicht. Die Module sollen das Heraussuchen relevanter Daten aus Anträgen bzw. Vollständigkeits- und Plausibilitätsprüfungen erleichtern und werden später Teil des KI-Assistenten von Spark sein, der komplexe Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen soll. Für Juni ist zudem ein offener zweitägiger Hackathon geplant.
Seit 20 Jahren versucht Bayern versucht das Grundbuch zu digitalisieren. Geschafft haben sie es immer noch nicht, dafür ist das jahrelange Scheitern nun dokumentiert.
Mobilität
E-Mobilität
Nach Elektroautos, egal ob neu oder gebraucht, steigt die Nachfrage, und das liegt nicht hauptsächlich an den aktuell hohen Spritpreisen, sondern an langfristigeren Faktoren wie mehr Modellauswahl, sinkende Preise durch mehr Wettbewerb und mehr technischen Fortschritt bei Reichweite und Batterien, die auch nach Jahren noch 80 bis 90 Prozent Kapazität besitzen und somit günstige und trotzdem nutzbare E-Autos auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu haben sind. Trotzdem muss öffentliche Laden attraktiver werden (auch hinsichtlich Preistransparenz), damit nicht nur Eigenheimbesitzer profitieren.
Verkehrsströme
Für Wien gibt es nun ein Dashboard, auf dem man pro Zählstelle den durchschnittliche Anzahl an Fahrzeugen pro Tag monatsweise für die letzten 6 Jahre anschauen kann, weiter aufschlüsselbar nach KFZ oder LKW, sowie nach Werktag / Wochenende oder nach einzelnem Wochentag, wodurch sich auch langfristige Trends ablesen lassen.
Das Jupyter-Notebook “Urbaner Puls” des Open-Data-Kompetenzzentrums der Bayerische Agentur für Digitales vergleicht die Passantenströme der Städte Würzburg, Augsburg und Bamberg in einer Data Story.
Städtischer Verkehr
Auf der 5. DELFI‑Konferenz wurde der Aufbau eines Gremiums beschlossen, welches Datenqualität, Standards und Prozesse digitaler Fahrgastinformationen im ÖPNV koordinieren soll, um sie trotz zunehmender Komplexität verlässlicher, konsistenter und verständlicher zu machen. Für Wolfgang Sprick sollten hierbei auch NGOs und Zivilgesellschaft einbezogen werden.
In einer Citizen-Science-Studie, die von April 2026 bis März 2027 läuft, soll herausgefunden wie die Mobilität in Frankfurt (Oder) und Umland gesünder und gerechter werden kann. Menschen aus der Region können sich so je nach Zeitbudget durch Ausfüllen von Fragebögen, Datenspender über Bewegungsarmband oder über die Mitarbeit in einer Forschungsgruppe beteiligen.
Bahn
Der Zwischenbericht zur Evaluation des Deutschlandtickets hat allein für das Jahr 2024 errechnet, das durch das Ticket 2,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart wurden, unter anderem weil Umfragen zu Folge 12 bis 20 Prozent der PKW-Fahrten durch durch Bus und Bahn ersetzt wurden. Kurz vor der Erhöhung auf inzwischen 63€ pro Monat nutzten Anfang des Jahres 14,6 Millionen Menschen das Ticketangebot. Bleibt zu hoffen, dass nicht durch weitere Preissteigerungen dem Angebot das gleiche Schicksal droht wie einst dem “Schöne Wochenende”-Ticket.
Tim Fangmeyer hat Bahnhöfe und Zugverbindungen auf einer interaktiven Karte mit Wikipedia-, Wikidata-, Bahnhof.de-Einträgen und Abfahrtsdaten von Dr. Birte Friesels dbf.finalrewind.org verlinkt.
Unfallstatistik
In den Kalendern für die Jahre 2005, 2010, 2015, 2020, 2023-2025 lassen sich tageweise die deutschlandweite Anzahl an erfassten Unfälle wahlweise nach Alkoholeinfluss, nach Verkehrsmittel (Fahrrad, Motorrad, PkW) oder nach Verunglückten (Kinder, Fußgänger, E-Scooter-Fahrende) und mit Todesfolge auswerten. Für E-Scooter, Fahrrad, Motorrad werden zu dem die Sonnenstunden für den jeweiligen Tag angezeigt, um die Wahrscheinlichkeit an diesem Tag mit eben einen solchen Verkehrsmittel unterwegs gewesen zu sein, zu kontextualisieren. In einer weiteren Auswertung wird jahrweise nach Unfallbeteiligte, Hauptverursacher des Unfalls, Geschlecht, Altersgruppen, Art der Verkehrsbeteiligung, Unfallkategorie und Ortslage aufgeschlüsselt. Wahlatlas hat für die Daten noch eine Visualisierung programmiert.
Karten
Interaktiv
Europas Gesamtbevölkerung wächst, aber nicht gleichmäßig, wie eine kartenbasierte Data-Story von CORRECTIV.Europe zeigt. Während die großen Städte und ihre Vororte stark wachsen, hat jede fünfte ländliche Gemeinde zwischen 1961 und 2024 mehr als die Hälfte ihrer Bevölkerung verloren. Vor allem Spanien und Griechenland sind betroffen. Ähnliche Entwicklungen lassen sich auch für Deutschland nachvollziehen. Die Bevölkerungsverluste in den ehemaligen Ostblockstaaten sind ebenfalls deutlich erkennbar. Die Landflucht bedroht die Lebensqualität der Menschen auf dem Land, denn durch mangels Kunden und Arbeitskräfte müssen Bahnhöfe, Schulen, Bankfilialen, Lebensmittelläden und Krankenhäuser schließen. Die Überalterung in Folge der demografischen Entwicklung stellt eine weitere große Herausforderung dar. Ohne Zuwanderung wäre die Gesamtbevölkerung der EU bereits seit 2012 geschrumpft.
Wohnort-Kompass des OKLab Flensburg kombiniert offene Daten aus Klima, Luft, Verkehrssicherheit, Demografie, Alltagsnähe, Flächennutzung und ÖPNV. Je nach persönlicher Gewichtung ergibt sich eine Rangliste aus Gemeinden, die am ehesten diesen Präferenzen genügen. Die Quellen der Teil-Bepunktung kann je Gemeinde nachvollziehen. Bis zu drei Gemeinden kann man zudem direkt nebeneinander vergleichen. Der Quellcode der Anwendung ist natürlich Open Source.
Ebenfalls vom OKLab Flensburg stammt die neue Badestellenkarte für Schleswig-Holstein. Sie hilft, Badestellen, Strände und wassernahe Orte zu finden, dabei auch noch die Wasserqualität einsehen zu können sowie ergänzend weitere wasserbezogenen POIs in der Nähe zu entdecken. Auch diese Anwendung ist Open Source.
GeoObserver regt an, bei seinem Osterspaziergang doch gleich auf der interaktiven Karte des Streuobstwiesen Portal die Obst- und Streuobstwiesen bei sich vor Ort, die auf der Karte noch fehlen, nachzutragen.
Datenverfügbarkeit
Der Umstand, dass staatlichen Akteuren nicht mehr den exklusiven Zugang zu hochauflösende Satellitenbilder (in Echtzeit) haben und dem Aufkommen von Open-Source-Intelligence (OSINT) hat ambivalente Auswirkungen auf militärische Operationen, wie ein Artikel bei Telepolis diskutiert. Einerseits könnten frühzeitig erkannte Entwicklungen diplomatische Reaktionen zur Verhinderung von Schlimmeren begünstigen, andererseits können sie auch das genaue Gegenteil bewirken, wenn vermeintliche Absichten aus dem Sichtbaren fehlinterpretiert werden und Konflikte dadurch eskalieren, weil auch der Druck durch die Echtzeitinformationen, schneller entscheiden zu müssen, steigt.
Für Berlin liegen nun digitale farbige TrueOrthophotomosaike (TrueDOP) aus den Befliegungen im Sommer 2023 mit einer Bodenauflösung von 20 cm vor.
Föderalismus sei Undank - aktuelle Landtags-Wahlkreise-Geometrien deutschlandweit? Träum’ weiter!
Neue Werkzeuge
Vantage ist ein Werkzeugkasten für Investigativjournalisten und Faktenchecker, um Fotos und Videos geografisch richtig zu verorten, indem diese auf 3D Modelle projiziert werden. Das Projekt wurde durch den Prototyp Fund gefördert.
geoparquet-io ist als Kommandozeilentool als auch Python-Bibliothek nutzbar, um GeoParquet-Dateien zu lesen, zu verändern und wieder rauszuschreiben, kann aber auch das Format aus z.B. WFS-Quellen erzeugen.
Klima
Digitalisierung
An Hand verschiedener Modellrechnungen zeigt ein neuer Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamts, dass Digitalisierung eine sozial-ökologische Transformation nicht automatisch vorantreibt. Sie kann zwar durch Vermeidung von Material- und Güterströme und Nutzung erneuerbarer Energien durchaus positive Effekte haben, nur ohne gezielte Politik und entsprechend gesetzten Rahmenbedingungen nehmen CO₂-Emissionen insgesamt eher zu.
Der “Blaue Engel für Software” zeichnet besonders ressourcen- und energiesparenden Quellcode aus. Doch gleichen die vermeintlichen Effizienzgewinne durch den Einsatz von KI den hohen Energieverbrauch für Training und den Betrieb der KI aus? Das Projekt Enabling Green COmputing and DIGItal Transformation (ECO:DIGIT) versucht dies zu berechnen.
Mit der Mothbox (Mottenkasten) zum Selberbauen kann man Motten beobachten. Nach festgelegten Zeitplan wacht das Gerät in der Nacht aus dem Stromsparmodus auf und lockt die Tierchen mit hellem UV-Licht in den Kasten, wo hochauflösende Fotos von ihnen gemacht werden, die später mit z.B. BioCLIP ausgewertet und klassifiziert werden können.
Fehlentwicklungen
Für die Produktion eines Joghurts 9.115 Kilometer, für die Produktion von Apfelmus 800km, 1500km jeweils für Schlagrahm in Dosenabfüllen, oder Nordseekrabbenpulen in Marokko für tausende Kilometer Transportweg sind nur einige Beispiele, die dazu beigetragen haben, dass sich der LKW-Verkehr seit 1991 fast verdoppelt hat. Dass das Ganze trotzdem ökonomisch ist, liegt an den Lohnkosten, einerseits für die meist osteuropäischen LKW-Fahrer, andererseits am Lohngefälle von Ausgangsland und jeweiligen ausgelagerten Land. Dass ein 40-Tonner LKW Schäden und Belastungen für die Straßen wie 40.000 PKW taucht in keiner Firmenbilanz auf, genauso wenig die Kosten der verursachten CO2-Emissionen. Sie werden ebenfalls auf die Allgemeinheit abgewälzt. Eine sinnvolle Regionalisierung der Produktion würde dagegen versuchen Wege zu verkürzen oder Güterverkehr ganz zu vermeiden. Dazu müsste sich auch das Konsumverhalten (z.B. weniger Retouren bei Online-Einkäufen, saisonale Lebensmittel) als auch Produktionsverhalten (langlebigere Produkte, Reparierbarkeit, sinnvoll zentralisierte oder dezentralisierte Versorgungsnetze) ändern.
Red Bull kann nach Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung in Baruth/Mark (Teltow-Fläming) seine Produktion weiter ausbauen. Schon jetzt darf der Getränkehersteller vertraglich zugesichert in Baruth jährlich bis zu 92 Prozent des jährlichen Grundwasser-Entnahmevolumens verwenden, damit bleiben 8 Prozent für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung. Auch wenn aktuell nur etwa 45 Prozent in Anspruch genommen werden, ist durch die Erweiterung eine Steigerung des Wasserbedarfs zu erwarten. Mit Fortschreiten des Klimawandels wird die verfügbare Wassermengen allerdings gerade in Trockenperioden stärker schwanken, ein Umstand, der scheinbar bei der Fördergenehmigung (an die städtischen Wasserbetrieb 25 Jahre gebunden sind) nicht berücksichtigt wurde.
Durch den Klimawandel beginnt die Kirschblüte immer früher.
Energie
Auf OpenGridWorks kann man sich weltweit die Kraftwerke (auch Solar, Wind und Pumpspeicher) auf einer Karte ansehen, die unsere Stromversorgung aufrechterhalten. Inzwischen werden prototypisch auf der Karte auch Rechenzentren angezeigt. Die Daten stammen aus offenen Datenquellen, wie z.B. OpenStreetMap.
Mit einem Anteil von 34 Prozent haben erneuerbare Energiequellen weltweit Kohle als den Hauptenergieträger abgelöst, denn durch sinkende Kosten bei Solarenergie (-87% ggü. 2010), Windkraft an Land (-55% ggü. 2010) und Batteriespeicher (-93% ggü. 2010) wird ihr Einsatz immer wirtschaftlicher. Auch mit positiven Auswirkungen auf CO2-Emissionen, die dadurch weniger stark steigen. Durch die zunehmende Elektrifizierung kann auch die Ölproduktion zurückgefahren werden.
Batterien
Auch bedingt dadurch, dass der Preis für Lithium-Ionen-Batterien seit 1991 um 99 Prozent gefallen ist, hat sich der Zubau solcher Batterien weltweit seit 2015 verzwanzigfacht. So fällt es immer leichter, überschüssige Sonnenenergie zu speichern, um sie ab dem späten Nachmittag wieder ins Stromnetz speisen zu können. Fossile Energiequellen werden so langsam aber sicher aus dem Markt gedrängt.
Leider streuen Vertreter der Fossillobby in ihren letzten Zuckungen falsche Narrative, um ihr kaputtes Geschäftsmodell so lang wie möglich noch am Leben zu halten. Leider gehen ihnen noch zu viele Politiker auf den Leim und gefährden damit auch die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. In dieser Podcast-Folge “Geladen” räumt Prof. Maximilian Fichtner mit den gängigsten Mythen über Elektroautos und Batterien auf.
Die Filzlaus
Der Volksverpetzer unterzieht Katharina Reiches Gastbeitrag in der FAZ einem Faktencheck und entlarvt, dass sie darin nur teilweise korrekte Einzelzahlen bewusst in falsche Kontexte einbettet, um so zu rechtfertigen, den EE-Ausbau zu verlangsamen, statt die eigentlichen Probleme und Kosten der Energiewende anzugehen. Dazu passt auch, dass die Ergebnisse einer vom Wirtschaftsministerium beauftragten Studie nicht kommuniziert werden. Denn die Aussagen, dass der Ausbau erneuerbarer Energien die regionale Wertschöpfung in Deutschland verdoppeln könnte, würden ja der aktuellen Politik der Ministerin widersprechen. Stattdessen werden beim Energiekonzern EnBW Argumente für den Bau neuer Gaskraftwerke bestellt. Das Lobbypapier, das diesen Vorgang offenlegt, wurde erst transparent, als der SPIEGEL nachfragte. Katherina Reiche (CDU) leugnet zudem ihre frühere Gaslobby-Tätigkeit, obwohl Einträge im Lobbyregister eine klare Sprache sprechen. Christian Stöcker fasst im Interview mit 3sat nano nochmal zusammen, mit welchen Methoden Katherina Reiche gerade versucht, den Ausbau von erneuerbaren Energien und Speichern zu sabotieren. Dass immer mehr Kernaufgaben aus dem Ministerium an externe Berater auslagert werden, passt zur Strategie, die berechtigten internen Widerstände gegen ihre Politik zu umgehen.
Geschichte
26% der Webseiten zwischen 2013 bis 2023 sind inzwischen offline. Laut der Studie Vanishing Culture: A Report on Our Fragile Cultural Record konnten aber dank der Wayback Machine 16% davon wiederhergestellt werden, 56% wurden von ihr gesichert, bevor sie verschwanden und bleiben so als kulturelles Zeitzeugnis für die Nachwelt erhalten.
Tracing Early Digital Art erkundet und zeigt die frühen Anfängen Digitaler Kunst zwischen den 1960-er bis in die frühen 2000-er Jahre durch datenbasierte Methoden, die chronologische, personelle als auch geografische Bezüge herstellt.
Tim Paterson hat 86-DOS 1980/81 im Alleingang geschrieben. Pünktlich zum 45. Geburtstag ist nun der von Endlospapier digitalisierte Quellcode Open Source gestellt worden.
Journalismus
Der Volksverpetzer bemängelt den Umgang der Tagesschau-Redaktion mit offensichtlichen Falschaussagen der Regierung. Statt He-said-she-said-Journalismus zu betreiben und Wahrheit und Lüge stehen “neutral” nebeneinander stehen zu lassen, erwartet von einem Qualitätsmedium eine ordentliche Einordnung des Gesagten.
Eine neue Compliance-Richtlinie des ZDF besagt, dass man sich verpflichten müsse, nicht mit Personen zusammenzuarbeiten, die auf verschiedenen weltweiten Sanktions- und Terrorlisten stehen, wenn man für das ZDF arbeiten wolle. Dazu gehören auch die Sanktionslisten vom US-Außen- oder US-Finanzministerium, auf denen z.B. auch 11 der 18 Richter am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag stehen. Nach dem autoritären Umbau in den USA als vielleicht keine so gute Entscheidung, vor allem aber eine Entscheidung, die einer freien, unabhängigen Berichterstattung im Wege steht, wenn Mitarbeitende aus Angst die Schere schon im Kopf ansetzen, wenn sie eh als Freie eher prekär beschäftig sind, und mangels Beschwerdemanagement und Intransparenz Machtstrukturen im Sender ausgeliefert sind.
Demokratie
Den von Karin Prien geplanten Umbau des Förderprogramms “Demokratie Leben” soll Staatssekretär Ingo Behnel leiten, früher unter Jens Spahn für die Maskenbeschaffung zuständig, und damit maßgeblich mitverantwortlich für die Milliardenschäden für die Steuerzahler und damit einhergehenden Vertrauensverlust in die Politik. Nun darf er Demokratieprojekten die Gelder kürzen. In einer kleinen Anfragen hat die Grünenfraktion im Bundestag 28 Fragen zur Zukunft des Förderprogramms gestellt, da die Umstrukturierung die Existenz von über 200 Projekte gefährdet. Das Radio Corax sprach mit Timo Reinfrank, aus dem Vorstand der Amadeu-Antonio-Stiftung, über die geplante Reform, was das konkret für die Stiftung bedeutet.
In Sachsen-Anhalt hat man eine zentrale Verfassungsreform auf den Weg gebracht, die Gewaltenteilung schärft und Vetternwirtschaft erschwert. Ein Ministerpräsident kann künftig nicht mehr den Staatsvertrag mit dem ÖRR aufkündigen. Erste Maßnahmen also, um das Schlimmste zu verhindern, falls die AfD nach den Wahlen an die Macht kommen sollte.
Transparenz
Mit ihrem “Entlastungsgesetz” möchte die Thüringer Brombeerkoalition gleich noch ihre staatliche Transparenzpflichten abwickeln. Weil angeblich Personal für das Schwärzen von Dokumenten fehle. Dabei offenbart sich einfach nur eine mangelnde Digitalisierung, bei Dokumente nicht nur automatisiert intern (und ggf. extern) veröffentlicht werden, sondern in ihnen bei Bedarf auch sensiblen Inhalte herausredigiert werden könnten.
Wohl auch unter dem Eindruck der nahenden Wahl kündigt der Berliner Senat ein Mietenkataster an, in dem alle Mietverhältnisse in der Stadt systematisch erfasst und nach Verstößen automatisiert überprüft werden sollen. Mieter:innen werden dann informiert, wenn die Mietpreisbremse nicht eingehalten wurde. Einklagen müssten sie ihr Recht dann immer noch selbst.
Überwachung
Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) bewertet in ihrer Stellungnahme das geplante Sicherheitspaket der Bundesregierung als “zum Großteil verfassungswidrig”, weil es unter anderem biometrischen Fahndung im Internet vorsieht. AlgorithmWatch hat eine entsprechende Petition gegen das Gesetz gestartet.
Im dritten Anlauf hat die Bundesregierung nun doch die anlasslose Vorratsdatenspeicherung beschließen können, Internet-Zugangs-Anbieter müssen damit IP-Adressen und Port-Nummern sämtlicher Nutzer drei Monate lang speichern. Die beiden vorhergehenden Anläufe wurden jeweils wieder von Gerichten kassiert. Auch jetzt ist die Vereinbarkeit mit Verfassungs- und Europarecht fraglich. Und die Kosten, die nun für die Anbieter entstehen, die Daten zu speichern, stehen in keinem Verhältnis zum vermeintlichen Sicherheitsgewinn.
noyb hat eine Klage gegen die Hamburger Datenschutzbehörde eingereicht, weil diese sich weigert, gegen die Gesichtssuchmaschine PimEyes wirksame Maßnahmen zu ergreifen, mit der Begründung, dass das Unternehmen ja in Dubai ansässig sei. noyb sieht die Behörde trotzdem in der Pflicht, ihre Möglichkeiten auszuschöpfen und z.B. Gelder der Firma in Europa einzufrieren oder den Geschäftsführer in Georgien direkt zu belangen. PimEyes hat Milliarden Biometriedaten gesammelt und stellt diese Daten offen ins Netz und ermöglicht so Stalking und Massenüberwachung. Ein Betroffener aus Hamburg hatte deshalb bereits 2020 Beschwerde gegen die Firma bei der eben zuständigen Datenschutzbehörde eingelegt.
Der App-Entwurf Altersverifizierung zum Online-Schutz Minderjähriger sieht vor, das Nutzende ihr Gesicht scannen lassen, damit die App dieses mit dem auf dem ebenfalls gescannten Personalausweis biometrisch vergleichen kann. Für eine Vielzahl der Risiken, die Kommissionspräsidentin in ihrer Rede anführte, die sich nun bekämpfen lassen sollen, hilft die Alterskontrolle überhaupt nicht, dafür stellt sie einen erheblich großen Einschnitt in das Grundrecht auf Teilhabe und Information dar. Zudem haben Sicherheitsexperten in der App, die eigentlich schon komplett einsatzbereit sein soll, im offenen Quellcode zahlreiche Datenschutz- und Datensicherheitsprobleme gefunden. So werden sensible Daten ungeschützt auf dem Handy gespeichert und auch Authentifizierungsmechanismen der App lassen sich relativ leicht umgehen.
Das Software-Unternehmen Palantir hat auf X ein “Manifest” veröffentlicht, dass tief in die rechtsextreme Weltsicht ihrer “Dunklen Aufklärung” blicken lässt. Es sollte eigentlich als selbstverständlich gelten, dass deren Software hat in deutschen Behörden nichts zu suchen hat.
ai;dr
Regulierung
Die europäische Verbraucherschutzorganisation BEUC warnt gemeinsam mit 31 anderen Organisationen in einem offenen Brief die Verhandler des KI-Omnibus, ganze Sektoren (wie z.B. Medizin und Spielzeugindustrie) von der KI-Verordnung auszunehmen und somit Verbraucherschutz und Grundrechte für eine angebliche Vereinfachung opfern.
D64 hat eine überarbeitete Neufassung ihres Positionspapiers zur Vereinbarkeit von Künstlicher Intelligenz mit den Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität veröffentlicht. Darin wird u.a. Transparenz über Entscheidungsprozesse, Klarstellen menschlicher Verantwortung, keine Dark Patterns wie die Förderung emotionaler Bindung zu KI-Systemen sowie die Vermeidung von Diskriminierung gefordert. Generell soll gemäß Solidaritätsprinzip, Effizienzgewinne, die durch KI-Systeme, der Allgemeinheit zu Gute kommen und nicht nur einzelnen Akteuren.
Die Geister, die man rief
In ihrem aktuellen Technologie Radar mahnt ThoughtWorks vor der immer größer werdenden kognitiven Schuld (analog zu technischer Schuld), die sich aufbaue, wenn man sich mit generativer KI große Teile seiner Codebasis generiert lässt, ohne diesen im Entwickler-Team noch zu verstehen. Helfen kann hier nur eine Rückbesinnung auf die Engineering-Grundlagen, nur angewendet auf die neuen Gegebenheiten. Die Zeit, die man beim Coden spart, also stärker ins Spezifizieren (je genauer die Spec, desto weniger Interpretationsspielraum hat der Code-Generator) und ins Testen (um nun auch Fehler zu finden, die ein normaler Entwickler so nie gemacht hätte) zu investieren. Generell muss man beim System-Design nun eher dem Zero-Trust-Prinzip folgen, da moderne Software 80 bis 90 Prozent aus Open-Source-Komponenten besteht, die potenziell zunehmend auch mit Hilfe von KI geschrieben werden und entsprechend unerwartete Fehler enthalten kann. Das gleiche gilt für mit KI immer schneller und mehr generierten Angreifer-Software, die versucht, in die eigenen Systeme einzudringen.
Von Bug Bounty to Beg Bountry
Bug-Bounty-Programme schreiben Belohnungen aus, wenn man Fehler in Software findet, meldet und im Bestfall sogar die Lösung für die Behebung mitliefert. Mit dem Aufkommen von generativer KI haben manche das als Geschäftsmodell für sich entdeckt, massenweise Schwachstellen an solche Programme zu melden. Nur kommen die Maintainer der betroffenen Projekte nicht mehr hinterher, zu prüfen, ob es sich tatsächlich um eine Schwachstelle handelt. Zudem wird zwar viele gemeldet, aber kaum Fixes angeboten. Als Konsequenz hat Internet Bug Bounty (IBB) sein Programm für weitere Einreichungen gesperrt, womit auch Projekt wie Node.js betroffen sind. Auch Nextcloud zahlt nun aus den gleichen Gründen keine Prämien mehr.
Arbeitsbedingungen
Im Fachgespräch zum Thema Data Labeling wurde im Bundestag erstmals über die Arbeitsbedingungen von Datenarbeiter:innen hinter Künstlicher Intelligenz und Sozialen Medien diskutiert. Beim Labeling und bei der Content Moderation mit traumatisierenden Inhalte konfrontiert, selten Mindestlohn, teilweise ohne Arbeitsvertrag, ohne Sozialversicherung oder ohne Gesundheitsversorgung, Überwachung sowie Verletzung von Datenschutz, Ausbeutungszustände, die nur existieren können, wenn weiterhin in prekäre Beschäftung outgescourct werden kann, nicht nur in Dritte und Vierte Welt Ländern, sondern auch auf Microwork-Plattformen, auf der auch vulnerable Gruppe hierzulande Arbeit suchen. Helfen würde hier das Lieferkettengesetz, nur das wird gerade wieder ausgehöhlt.
Recap
Und sonst so?
Die Fotos von der Mondmission Artemis 2 sind samt Metadaten von der NASA in voller Auflösung veröffentlicht worden.
Fristen
- Bits & Bäume Community Summit, bis 05.05.2026 23:59
- Bedarfe und Themenideen für den Campus Citizen Science 2026 bis 18.05.2026
- Berlin Science Week, Einreichungsfrist bis 24.05.2026
- Fediday, bis 14.06.2026
Veranstaltungen (Kalender/Karte)
- Sonntag, 03.05.2026, online: Digital Independence Day 📅
- Montag, 04.05.2026, 14:00-17:00, Raum Oxford (04G01), Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden 8, 10117 Berlin und auch online: Datencafé: Mit Geodaten raumzeitliche Zusammenhänge erforschen 📅
- Montag, 04.05.2026, 16:00-18:00, online: Europas digitale Souveränität stärken: Auf dem Weg zu einer europäischen Web-Daten-Infrastruktur für Web Suche, Analytics und KI 📅
- Montag, 04.05.2026, 16:00-18:00, online: Europas digitale Souveränität stärken: Auf dem Weg zu einer europäischen Web-Daten-Infrastruktur für Web Suche, Analytics und KI 📅
- Montag, 04.05.2026, 18:00-20:00, online: Ein Framework für digitale Nachhaltigkeit 📅
- Dienstag, 05.05.2026, 09:30-18:00, Verkehrsmuseum Remise, Fruëthstraße 2, 1030 Wien: Shared Mobility Rocks 📅
- Dienstag, 05.05.2026, 16:00-17:00, Amerika-Gedenkbibliothek | PopUp Saal, Blücherplatz 1, 10961 Berlin: Einfach Wissen: Die Zukunft des offenen Wissens 📅
- Dienstag, 05.05.2026, 16:30-20:00, Stadt Osnabrück - Dienststelle, Sedanstr. 109, 49076 Osnabrück: 2. GovTech Hackathon - KickOff 📅
- Dienstag, 05.05.2026, 20:00-22:00, c-base, Rungestraße 20, 10179 Berlin und auch online: 156. Netzpolitischer Abend 📅
- Mittwoch, 06.05.2026, 12:30-13:15, online: BMUKN Community Treff – Learn & Lunch: Praxisleitfäden zur Workshopreihe “Sovereign, Sustainable. Digital.” 📅
- Mittwoch, 06.05.2026, 13:00-15:00, online: Von Daten zu Wirkung – strategische Datennutzung in der Zivilgesellschaft 📅
- Mittwoch, 06.05.2026, 16:00-18:00, Retro Computing Lab, Emil-Hilb-Weg 23, 97074 Würzburg und auch online: Digitale Souveränität 📅
- Donnerstag, 07.05.2026, 10:00, bis Freitag, 08.05.2026, 13:00, Universität Innsbruck, Herzog-Siegmund-Ufer 15, 14473 Innsbruck: Wissen sichtbar machen mit Wikipedia 📅
- Donnerstag, 07.05.2026, 12:30-14:00, Zentralbibliothek, Konrad-Adenauer-Platz 1, 40210 Düsseldorf: Unsere Grundrechte im Internet - Wo sind sie bedroht und wie können wir sie schützen? 📅
- Donnerstag, 07.05.2026, 18:00-21:00, WikiBär Wikipedia, Köpenicker Straße 45, 10179 Berlin: Jugend editiert 📅
- Donnerstag, 07.05.2026, 19:31-19:31, online: Bits und Bäume Community Treffen 📅
- Freitag, 08.05.2026, 13:00-13:45, online: Cultural Heritage Data für die Forschung (Angela Dressen) 📅
- Freitag, 08.05.2026, 16:00, bis Sonntag, 10.05.2026, 18:00, Kino Universum Backnang, Sulzbacher Str. 32, 71522 Backnang: FSCK 2026 📅
- Freitag, 08.05.2026, 18:00, bis Sonntag, 10.05.2026, 13:00, Werkhof, Schaufelder Str. 11, 30167 Hannover: FemNetzCon 2026 📅
- Samstag, 09.05.2026, 12:00-18:00, Universität Potsdam: Campus II - Golm, Karl-Liebknecht-Straße 24-25, 14476 Potsdam: Potsdamer Tag der Wissenschaft 📅
- Mittwoch, 13.05.2026, 08:30-18:00, Kontor Eventhalle, Hugo-John-Straße 8, 99086 Erfurt: Mit künstlicher Intelligenz die Verwaltung von morgen gestalten 📅
- Mittwoch, 13.05.2026, 14:30-16:00, online: Ecosystem Development and Citizen-Centric Services 📅
- Freitag, 15.05.2026, 15:00, bis Sonntag, 17.05.2026, 17:00, Westspitze Tübingen, Eisenbahnstraße 1, 72072 Tübingen: Tübinger Tage der digitalen Freiheit 📅
- Montag, 18.05.2026, 09:00, bis Mittwoch, 20.05.2026, 17:00, STATION Berlin, Luckenwalder Straße 4-6, 10963 Berlin: re:publica 26 📅
- Dienstag, 19.05.2026, 10:00, bis Freitag, 22.05.2026, 17:30, Estrel Congress Center, Sonnenallee 225, 12057 Berlin: BiblioCon 2026 Berlin 📅
- Dienstag, 19.05.2026, 10:00-15:15, Lichthof des BMUKN in Berlin, Stresemannstraße 128, 10117 Berlin: Netzwerkkonferenz 📅
- Donnerstag, 21.05.2026, bis Montag, 25.05.2026, 23:59, c-base, Rungestraße 20, 10179 Berlin und auch online: Matrix Community Summit 2026 📅
- Donnerstag, 21.05.2026, 09:00-18:00, bUm – Raum für solidarisches Miteinander, Paul-Lincke-Ufer 21, 10999 Berlin: SCS Summit 2026 📅
- Donnerstag, 21.05.2026, 11:00-12:00, online: openCode Connect Mai: REINVENT - Recherche und Inventur von Open-Source-Lösungen für die ländliche Daseinsvorsorge 📅
- Freitag, 22.05.2026, 10:00-11:00, online: Reusing energy data: working towards a smarter and greener Europe 📅
- Freitag, 22.05.2026, 13:37, bis Montag, 25.05.2026, 19:23, µc3, Schleißheimer Str. 39, 80797 München: Aktiv Symposium München (ASM) 2026 📅
- Samstag, 23.05.2026, 10:00, bis Sonntag, 24.05.2026, 16:00, freiLand Potsdam, Friedrich-Engels-Straße 22, 14473 Potsdam: MaiSpace 2026 📅
- Samstag, 23.05.2026, 09:00, bis Sonntag, 24.05.2026, 17:00, Open Hardware Summit, Straße des 17. Juni 136, 10623 Berlin
- Mittwoch, 27.05.2026, 19:00-20:30, online: Community Workshop | Small is beautiful — using, adapting, and building small language models 📅
- Donnerstag, 28.05.2026, 09:00-16:00, Festsaal im Roten Rathaus, Rathausstraße 15, 10178 Berlin: Berlin Open Data Day 2026 📅
- Freitag, 29.05.2026, 10:00-16:00, Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung, Rehmkamp 10, 24161 Altenholz: Zukunftskompetenzen für den öffentlichen Dienst gemeinsam entwickeln 📅
- Freitag, 29.05.2026, 12:00-13:00, online: Citizen Science… und dann? 📅
- Samstag, 30.05.2026, 09:00, bis Sonntag, 31.05.2026, 16:30, GO BE, Peterstraße 13, 02826 Görlitz: Digitale Oberlausitz e.V. Hackathon 2026 📅
- Montag, 01.06.2026, 09:00-18:00, Lokschuppen Marburg, Rudolf-Bultmann-Straße 4h, 35039 Marburg: Kongress: Digitale Städte – Digitale Regionen 📅
- Montag, 01.06.2026, 16:00-18:00, online: Digitale Souveränität fängt in der Bildung an – Schluss mit der digitalen Kolonie 📅
- Dienstag, 02.06.2026, 09:00, bis Mittwoch, 03.06.2026, 18:00, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) - Campus Wilhelminenhof, Gebäude H, Raum: H001, Wilhelminenhofstraße 75A, 12459 Berlin: 15. BUIS-Tage 2026 - Nachhaltigkeit und Digitalisierung 📅
- Donnerstag, 04.06.2026, 14:00, bis Sonntag, 07.06.2026, 14:00, Zentrum für Kunst und Medien (ZKM), Lorenzstr. 15, 76133 Karlsruhe: 24. Gulaschprogrammiernacht (GPN) 📅
- Mittwoch, 10.06.2026, 10:00-17:30, Wikimedia Deutschland e. V., Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin: Barcamp Open Science 📅
- Donnerstag, 11.06.2026, 09:30-16:30, Jederkann Galerie, Leipziger Platz 9, 99085 Erfurt: Civic Data Camp - Das Barcamp für Civic Data Explorer 📅
- Regelmäßige OKLab-Treffen
- Berlin: jeden zweiten oder dritten Montag im Monat, 19:00-22:00, WikiBär, Köpenicker Straße 45, 10179 Berlin: Code for Berlin 📅
- Bielefeld: jeden Donnerstag, 18:30-21:00, Innovation Office, Alter Markt 13, 33602 Bielefeld: Code for Bielefeld 📅
- Flensburg: jeden Mittwoch, 18:00-21:00, Aktivitetshuset, Norderstraße 49, 24939 Flensburg: OKLab Flensburg 📅
- Karlsruhe, jeden dritten Montag im Monat, 19:00-21:00, Impact Hub, Kaiserstr 97, 76131 Karlsruhe: Code for Karlsruhe 📅
- Köln: jeden ersten Montag im Monat, 19:00-22:00, Wikipedia Lokal K, Hackländerstr 2, 50825 Köln: Code for Cologne 📅
- Leipzig: jeden. Mittwoch, 19:00-22:00, Basislager Coworking Leipzig, Peterssteinweg 14, 04107 Leipzig: OKLab Leipzig 📅
- Münster: jeden Dienstag, 19:30-22:00, Cafe SpecOps network, Aegidiimarkt 5, 48155 Münster: Code for Münster 📅
- Niederrhein: jeden Dienstag, 20:00-22:00, online: Code for Niederrhein 📅
- temporärhaus (Neu-Ulm): jeden zweiten un vierten Mittwoch im Monat, 19:30-22:00, temporärhaus, Augsburgerstr 23-25, 89231 Neu-Ulm: temporärhaus: Open Data Monday 📅